Coating and Blending Line

Pillier- und Mischanlage

Zwei Prozesslinien in einer Anlage

Bei diesem Projekt wurde eine neue Produktionsanlage für Saatgut-Coating, Pillierung und Saatenmischungen realisiert. Die Anlage besteht aus zwei eigenständigen, aber aufeinander abgestimmten Linien: einer Coating- bzw. Pillierlinie mit zwei Niklas Chargenbeizgeräten sowie einer Mischlinie mit zwei Mischern für unterschiedliche Chargengrößen und Verpackungswege.

Beide Linien wurden in ein neues Gebäude eingeplant. Von der Annahme, Förderung, Pillierung, Mischung und Qualitätssicherung bis hin zur Verpackung entstand eine durchgängige Lösung für die industrielle Verarbeitung von Futter- und Zwischenfruchtsaaten.

Einblicke

Die Coating- und Pillierlinie ist für die Behandlung von Saatgut mit flüssigen und pulverförmigen Komponenten ausgelegt. Die Rohware wird über eine Big-Bag-Annahme mit nachgeschalteter Kontrollsiebung in die Linie eingebracht und anschließend den beiden Niklas Chargen-Beizgeräten W.N. 5/100 zugeführt. Dort werden sowohl das Saatgut als auch Flüssigkomponenten und Pulver präzise eindosiert und in einem kontrollierten Prozess verarbeitet.

Nach einer weiteren Kontrollsiebung zur Separation von eventuell enthaltenen Agglomeraten oder Feinteilen wird die Reinware produktschonend in Kisten abgefüllt. Somit kann der Prozess von der Rohwarenaufgabe bis zum behandelten Fertigprodukt kontrolliert und reproduzierbar geführt werden.

In der zweiten Linie werden Saatenmischungen produziert. Einzelkomponenten können über Sackannahmen und Kistenwender eindosiert werden. Die Annahmetrichter sind allesamt verwogen, anhand der vorgegebenen Mischrezepturen wird die jeweilige Einzelkomponente den Mischern somit passgenau zudosiert.

Für große Chargen bzw. hohen Durchsatz steht unser leistungsstarker 2-Wellen-Horizontalmischer Typ RDM 8 mit einem Volumen von 8.000 L zur Verfügung. Ergänzend wurde ein kleinerer Diagonal-Mischer integriert, um kleinere Chargen oder Spezialmischungen flexibel herstellen zu können. Beide Maschinen mischen homogen und produktschonend, die Entleerung erfolgt sortenrein ohne Produktrückstände. Nach dem Mischprozess wird die Ware kontrollgesiebt, beprobt und an die Verpackungsanlage übergeben.

Besonderheiten

Die Besonderheit dieses Projekts liegt in der Kombination zweier komplexer Produktionslinien innerhalb eines neuen Anlagenkonzepts. 

Die Anlage bietet hohe Flexibilität im täglichen Betrieb: größere Produktionschargen können über den Horizontalmischer verarbeitet werden, während der kleinere Mischer zusätzliche Möglichkeiten für kleinere Partien, Spezialmischungen oder separate Produktwege schafft. Auch die Annahme unterschiedlicher Gebinde und Komponenten wurde entsprechend flexibel ausgelegt.

Die Coatinglinie stellt hohe Anforderungen an Dosiergenauigkeit, Rezeptführung und Prozesskontrolle. Flüssige und pulverförmige Komponenten müssen gleichmäßig aufgebracht und reproduzierbar verarbeitet werden. 

Maschinenaufstellung, Plattformen, Förderwege, Rohrleitungen, Aspirationsanlage und Bedienbereiche wurden auf die geplanten Arbeitsabläufe abgestimmt. So entstand eine moderne Produktionsanlage, die zwei unterschiedliche Prozessbereiche in einem gemeinsamen Anlagenlayout verbindet.

Von der Konzeptentwicklung über Engineering, Lieferung, Montagekoordination, Steuerung und Inbetriebnahme wurde das Projekt als umfassende Anlagenlösung umgesetzt.

Individuelle Lösungen – von A bis Z

  • Konzepterstellung und Prozessauslegung
  • Technische Projektierung und Layoutplanung
  • Engineering der Maschinen- und Anlagentechnik
  • Lieferung der Maschinen und Anlagenkomponenten
  • Montage und Installation
  • Inbetriebnahme
  • Schulung des Bedienpersonals
  • Service und Betreuung